This Is An Invitation

2020

Video, 4:10 min, English

FILMFESTIVALS SCREENING

Jung&Abgedreht Hanau, DE | Schweizer Jugendfilmtage Zürich, CH | FiSH Rostock, DE

1. Preis, Schweizer Jugendfilmtage

Kategorie D

"Durch eine treffend artikulierte Arbeit, die auf einer Recherche mit Zitaten der Stimmen von Männern und Frauen in den Medien basiert, lädt der Film zur Diskussion darüber ein, was es bedeutet, eine Frau zu sein, Stereotypen zu erfüllen oder abzulehnen. Die Arbeit bringt eine Vielzahl von Statements ans Licht, die so oft wiederholt werden, dass sie in der Gesellschaft verwurzelt und eingebrannt sind. Die Übersetzung in die Bildsprache hat uns sehr überzeugt. Sie bedient sich einem Stillmittel, das diese Diskussion verstärkt. Den 1. Preis in der Kategorie D verleihen wir den Film «This in an Invitation» von Catherin Schöberl." (Zitat der Jury)

Sonderpreis Zonta-Club „Beste Regisseurin"

"Der Film folgt einem innovativen Ansatz, glänzt durch eine perfekte Synchronsprache sowie eine symbolische Schnittmontage, welche die buchstäbliche Zerrissenheit der Frau angesichts der widersprüchlichen Anforderungen visualisiert. Durch die Tonspur Collage entsteht ein monströses Wortgefecht aus Klischees, Vorurteilen und hohlen Phrasen. Der Film zeugt von einer intensiven Recherche und Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen medialen Darstellung des Frauenbildes." (Zitat der Jury)

SYNOPSIS

short

In “This Is An Invitation” I examine the possibilities for women in today's society to shape their lives freely. Using a performative videocollage, I would like to show the contradicting demands that women and their bodies are confronted with nowadays, especially through popular cultural media. Following the “cultural hacking” I make use of popular statements on the topic, but undermine them by connecting them to one another in a new way.

In „This Is An Invitation“ untersuche ich die Möglichkeiten der Frau in der heutigen Gesellschaft zur freien Lebensgestaltung. Anhand einer performativen Videocollage möchte ich die widersprüchlichen Anforderungen ersichtlich machen, mit denen Frauen und ihre [unsere] Körper heutzutage, insbesondere durch populärkulturelle Medien, konfrontiert werden. Dem „Cultural Hacking“ folgend bediene ich mich populärer Aussagen zum Thema, unterlaufe diese aber, indem ich sie auf neue Weise miteinander verknüpfe.

SYNOPSIS

long

How women are allowed to be and should be or not is streamed every day by monitors and advertising posters. The contradicting and overloaded requests are so naturally integrated into everyday consciousness that we often no longer consciously perceive them, but only consume them alongside. At the same time, the variety of requests results in a large selection, a diverse range of role models, which, however, only lead to an individual design if we are able to choose and take the freedom to accept one offer, refuse another, to put them together in new ways, or to completely renounce what is presented and create visions on our own.

 

An audio collage in which I appropriate diverse and contradicting statements of different men and women, link them, relate them to one another, position them to one another, undermine them, tear them out of context. I provide them with my own images, perform into it and change the initial meanings.

Wie Frauen sein dürfen und sein sollen oder eben nicht, strahlt uns jeden Tag von Monitoren und Werbeplakaten entgegen. Die widersprüchlichen und überladenen Aufforderungen sind schon derart selbstverständlich ins Alltagsbewusstsein integriert, dass wir sie oftmals gar nicht mehr bewusst wahrnehmen, sondern lediglich nebenher mitkonsumieren. Zugleich ergibt sich in der Vielfalt der Aufforderungen aber wiederum eine große Auswahl, ein diverses Angebot an Rollenbildern, das aber erst dann zu einer individuellen Ausgestaltung führt, wenn wir uns zur Wahl befähigen und uns die Freiheit zu eigen machen, die einen Angebote anzunehmen, andere abzulehnen, sie individuell zusammenzustellen, oder dem Dargebotenen ganz zu entsagen und selbsttätig eigene Bilder zu entwickeln.

Eine Audio-Collage, in der ich mir vielfältige und widersprüchliche Aussagen verschiedener Männer und Frauen aneigne, sie verknüpfe, aufeinander beziehe, sie zueinander positioniere, unterlaufe, aus dem Zusammenhang reiße. Ich versehe sie mit eigenen Bildern, performe mich in die Aussagen hinein und verändere die Ausgangbedeutungen.

© 2020 by Catherin Schöberl